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//DAT Diesel-Barometer Dezember

DAT Diesel-Barometer Dezember

Schwerpunkt alternative Antriebe

  •   Diesel-Neuzulassungen im dritten Monat in Folge gestiegen
  •   Bei Diesel-Gebrauchtwagen sind vor allem Pkw mit Euro-6-Schadstoffnorm gefragt
  •   Preise für Diesel-Kraftstoff im Jahresvergleich 20 Prozent gestiegen
  •   Fokus auf Hybridfahrzeuge: Viele davon sind Diesel-Pkw
  •   Fokus auf gebrauchte Elektro-Fahrzeuge: Wertentwicklung stabil zwischen Diesel und Benzin
  •   Gebrauchtfahrzeugwerte verlaufen weiter wie erwartet
  •   Standtage von Diesel-Pkw wieder unter 100 Tagen

Ostfildern (28. Dezember 2018) – Die Deutsche Automobil Treuhand GmbH (DAT) hat in ihrem aktuellen DAT Diesel-Barometer neben den Entwicklungen auf dem Diesel-Markt einen thematischen Schwerpunkt auf die alternativen Antriebe gelegt. Hier die Ergebnisse im Überblick:

– Diesel-Neuzulassungen im dritten Monat in Folge gestiegen: Seit dem Einschnitt durch die WLTP-Messungen erholt sich der Diesel-Neuwagenmarkt und erreicht im November 92.642 Neuzulassungen. Insgesamt wurden damit seit Jahresbeginn 1.028.271 Diesel-Pkw neu zugelassen. Das entspricht allerdings einem Rückgang von knapp 18% gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Bei den Besitzumschreibungen beträgt der Rückgang im gleichen Zeitraum im Vergleich zum Vorjahr nur 4%.

– Diesel-Gebrauchtwagen mit Euro-6-Norm sind weiter im Aufwind: Bei der Analyse der Besitzumschreibungen nach Abgasnorm sind die Euro-6-Modelle weiter stark gefragt. Sie erreichen im November mit etwa 70 Tausend Einheiten einen Marktanteil an allen Diesel-Gebrauchtwagen von 39%. Deutlich weniger gefragt waren Pkw mit der Euro-1- bis -4-Norm, die noch auf 35% Marktanteil kommen. Am wenigsten gehandelt (knapp 46 Tausend Einheiten) wurden Pkw mit Euro-5-Motoren.

– Kraftstoffpreise deutlich gestiegen: Im Vergleich zum November 2017 lagen die Preise im November 2018 für Diesel 20,2% höher, für Benzin 11,8% höher. Seit Januar 2016 betrug die Steigerung bei Diesel 44,4%, bei Benzin 23,5%.

– Hybridfahrzeuge führen Zulassungsstatistik bei alternativen Antrieben an: Seit Januar wurden 120.042 Pkw mit Hybrid-Antrieb neu zugelassen. Wichtig hierbei: Zahlreiche dieser Pkw können keinen einzigen Kilometer rein elektrisch fahren, weil sie zu den so genannten Mild-Hybriden zählen. Sehr deutlich sieht man dies an der Oberklasse: Von allen seit Jahresbeginn 30.157 neu zugelassenen Fahrzeugen dieses Segments zählen nach der Statistik des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) 10.155 Fahrzeuge zu den Hybridfahrzeugen, 1.975 davon sind Plug-in-Hybride. Die verbleibenden 8.180 Pkw verfügen größtenteils über einen Mild-Hybrid-Antrieb und können somit eher den diesel- und benzinbetriebenen Pkw zugeordnet werden.

Von allen in der Oberklasse neu zugelassenen Pkw hatten 1.185 einen Elektroantrieb. In Summe über alle Fahrzeugsegmente waren es 32.226 Elektrofahrzeuge, das bedeutet +48,9% mehr als im Vergleichszeitraum 2017.

– Werte von drei Jahre alten E-Autos stabil: Seit Jahresbeginn sind 6.799 Elektrofahrzeuge auf dem Gebrauchtwagenmarkt verkauft worden. Neu zugelassen wurden 32.226 E-Autos. Die noch geringe Anzahl an Gebrauchtwagen führt dazu, dass diese zu relativ stabilen Preisen gehandelt wurden. Das Bewusstsein für alternative Antriebe ist im Vergleich zum Vorjahr gestiegen, was sich auch auf dem Gebrauchtwagenmarkt zeigt.

– Gebrauchtwagen-Wertverläufe bei Verbrennern weiter parallel: Die dreijährigen Benzin- und Diesel-Gebrauchtwagen entwickeln sich bei den Fahrzeugwerten weiterhin wie erwartet. Die Schere zwischen beiden Antriebsarten ist nicht größer geworden, sondern verläuft seit Jahresbeginn konstant parallel. Regionale Abweichungen aufgrund der weiter aktuellen Diskussionen um drohende Fahrverbote sind möglich.

– Diesel-Gebrauchtwagen erstmals wieder unter 100 Standtagen: Beim Handel stehen gebrauchte Diesel-Pkw mit 99 Tagen weiterhin deutlich länger als Benziner (83 Tage), dennoch sind sie zum zweiten Mal in diesem Jahr unter die 100-Tage-Grenze gerutscht.

2019-01-10T08:36:05+00:00